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1. Ist Factoring nicht viel zu teuer?
Nein. Die Zinsen entsprechen den Zinssätzen für kurzfristige Barkredite.
Sofern das Debitorenrisiko und das Debitorenmanagement vom Factor übernommen werden, fällt hierfür eine
Factoringgebühr an, die sich nach Risiko und Aufwand richtet und im Bereich der Skonti liegt.
2. Gibt es bei den Banken Vorbehalte
gegenüber dem Factoring?
Nein, ganz im Gegenteil. Factoringgesellschaften sind in den meisten Fällen Tochter- gesellschaften von Banken und
ergänzen die Finanzierungspalette ihrer Gesellschafter. Eine Factoringgesellschaft kann und will keine Hausbankfunktion
übernehmen.
3. Wie wirkt sich Factoring auf die
Bilanz aus?
Factoring führt zu einer Verkürzung der Bilanz. Die Eigenkapitalquote und andere Bilanzkennziffern verbessern sich,
weil die Verbindlichkeiten von Lieferanten abgebaut werden. Gerade im Hinblick auf Basel II ist das für viele
Unternehmen wichtig.
Denn Außenstände können sich schnell so summieren, dass sie die Bilanz eines Unternehmens ernsthaft belasten. Hinzu
kommt, dass immer mehr Debitoren längere Zahlungsziele fordern.
4. Worin liegen die besonderen Vorteile
des Factorings für Mittelständler?
Die Außenstände machen oft 20-35 % der Bilanzsumme kleiner und mittlerer Unternehmen aus. Durch Factoring können die
Außenstände in sofortige Liquidität verwandelt werden.
Übernimmt ein Factor die Forderungen ist das Unternehmen vollständig gegen Forderungsausfälle abgesichert und kann
auch die Kosten für ein eigenes Debitorenmanagement sparen.
5. Wie reagieren meine Kunden auf die
Zusammenarbeit mit einem Factor?
Die Kunden erfahren von der Zusammenarbeit durch die Aufschrift auf den Rechnungen, dass die Forderungen an den
Factor abgetreten sind. Sie nutzen nun die Vorteile eines modernen Finanzierungsinstrumentes.
Ihre Kunden wissen nun, dass Sie stark expandieren und den Teil der Debitorenbuchhaltung outgesourct haben. In der
Regel überweisen Ihre Kunden nun die Rechnungsbeträge nur auf ein anderes Konto.
Nachfragen kommen meist nicht, es wird akzeptiert bzw. auch mal in Erwägung gezogen, diese Dienstleistungen
ebenfalls zu nutzen. Es ist nämlich noch nicht allzu bekannt, dass ggf. für die Umsatzbereiche Ihrer Kunden ebenfalls
die Möglichkeit des Factorings besteht.
6. Wer schreibt die Rechnung?
Die Faktorierung bleibt weiterhin bei Ihnen. Sie senden uns die Rechnungen - einzeln oder im Paket - zu. Wir
übernehmen die Daten für die Führung der Debitorenbuchhaltung und versenden die Rechnungen an Ihre Kunden weiter.
7. Welche weiteren Kosten (Inkasso, Zinsen,
Kontoführung u.s.w.) kommen auf mich zu?
Wir erstellen anhand Ihrer Firmenparameter eine "Fullservice-Gebühr" welche alles beinhaltet. Es gibt dadurch für
Sie weder versteckte noch zusätzliche Kosten. Dadurch wird es Ihnen ermöglicht, exakt zu kalkulieren.
8. Übernehmen Sie den Forderungsausfall
zu 100%?
Ja, entgegen einer Warenkreditversicherung bekommen Sie den gesamten Rechnungsbetrag abzüglich der dafür
vereinbarten Factoringgebühr, erstattet.
9. Wie erfolgt die Auszahlung?
Von uns aus werden täglich die Zahlungseingänge überprüft sowie bei Vorliegen von Rechnungen nach Abrechnung der
Gegenwert sofort auf Ihr Firmenkonto überwiesen.
10. Wann wird der sogenannte
Sperrbetrag/ Sicherheitseinbehalt ausgezahlt?
Nach Zahlungseingang Ihres Kunden, im Schadensfall spätestens 150 Tage nach Fälligkeit.
11. Wie sieht Ihr Mahnwesen aus?
Wir mahnen in Abstimmung mit Ihren Vorgaben nach Überschreiten des Zahlungszieles regelmäßig an. Durch die
Bekanntheit und Kompetenz der Creditreform-Gruppe im Umgang mit säumigen Zahlern sind unsere Erfolgschancen im
kaufmännischen Mahnprozess um ein vielfaches höher als Mahnungen vom Unternehmen selbst.
Sollte dies in letzter Konsequenz keine Beachtung finden rufen wir in Ausnahmefällen den Kunden an. Ansonsten werden
wir nach Ablauf sämtlicher Fristen die Rechtsverfolgung einleiten.
12. Welche Unterlagen bekomme ich von
Ihnen?
Wir stellen Ihnen monatlich oder auf Anfrage regelmäßig Ihre Umsatzzahlen sowie die darin enthaltenen
Mehrwertsteuersätze zur Verfügung.
Außerdem bekommen Sie von uns die OP-Liste mit Kennzeichnung des Mahnstatus sowie die Höhe der Forderungnen, welche
wir angekauft haben. Diese Unterlagen sind genau diese, welche Sie selbst bei Führen der Debitorenbuchhaltung
generieren würden.
13. Was passiert, wenn mein Kunde
versehentlich an mich zahlt oder mir einen Scheck schickt?
Zahlungen auf Ihr Konto bitten wir entweder an uns weiterzuleiten bzw. uns davon in Kenntnis zu setzen, damit wir
Ihren Kunden nicht anmahnen. Schecks senden Sie in jedem Fall an uns weiter.
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